Kur in Tschechien Karlsbad

Kur in Tschechien Karlsbad

Karlsbad (Karlovy Vary) ist der größte und wohl bekannteste Kurort der Tschechien . Die Stadt liegt etwa 120 km von Prag entfernt an der Mündung des Flusses Tepl (Teplá) in den Eger (Ohře). Die waldreiche Umgebung und das nahe Erzgebirge bewirken ein mildes Klima.

Schon seit Jahrhunderten werden in Karlsbad Menschen mit den verschiedensten Erkrankungen behandelt. Bereits im 14. Jahrhundert nutzte man die Thermalquellen in der damaligen Ortschaft Vary. Im Jahr 1370 erhob Kaiser Karl IV Vary zur Königsstadt, die nach dem Kaiser benannt wurde – Karlovy Vary.

Zahlreiche warme Mineralquellen versprechen Linderung und Heilung bei Krankheiten des Verdauungsapparates, Erkrankungen der Atemwege, Diabetes milletius, Parodontose, Übergewicht und Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Stoffwechselstörungen. Das Wasser der Mineralquellen ist bis zu 72 °C heiß und wird für Trinkkuren angewandt. Natürlich wird das Thermalwasser in den umliegenden Kurhotels auch für Bäder verwendet. Die Karlsbader Sanatorien und Kurhotels bieten neben klassischen Kur-Behandlungen und Wellness-Angeboten auch weitere moderne Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel eine Kryo- oder Lasertherapie an.

Im Lauf der Jahrhunderte machten viele berühmte Persönlichkeiten in Karlsbad eine Kur; an sie wird mit einer Reihe von Denkmälern und Tafeln erinnert. Besucher können beispielsweise auf den Spuren von Brahms, Beethoven und Bach wandern, aber auch Zar Peter der Große und zahllose andere Politiker, Dichter, Wissenschaftler und Musiker erholten sich hier.

Abseits von Kur und Erholung hat das Karlsbad eine Menge zu bieten: Sportbegeisterte Besucher finden unter anderem einen Golfplatz, eine Pferderennbahn und Tennisplätze. Die insgesamt 130 Kilometer Wanderwege rund um Karlsbad bieten Naturfreunden Abwechslung vom Kuralltag in der quirligen Stadt. Das romantische Hotel Pavlov bietet komfortable Zimmer mit Aussicht auf die umliegenden Wälder und den Fluss. Das Gartenrestaurant des Hotels bietet seinen Gästen eine malerische Abwechslung zur Kur.

Die prachtvolle Kurpromenade lädt zum Flanieren und Dinieren ein. Zurückversetzt in eine goldene Zeit fühlt man sich beim Lustwandeln durch eine der herrschaftlichen Kolonnaden oder eine der vielen anderen architektonische Sehenswürdigkeiten. Alljährlich zieht das Internationale Filmfestival Cineasten aus aller Welt nach Karlsbad.

Jedoch kommen die meisten Gäste nach Karlsbad, um eine Kur zu machen. Das Wasser der zwölf Quellen spielt dabei eine tragende Rolle. Im Allgemeinen ist die Zusammensetzung des Mineralwassers der verschiedenen Quellen ähnlich. Jedoch haben Temperatur und Gehalt an Kohlenstoffdioxid einen unterschiedlichen Einfluss auf die Heilwirkung. Kältere Quellen haben eine leicht abführende Wirkung. Wärmere Quellen haben eine hemmende Wirkung auf Galle und Magensäfte. Die Kurärzte der verschiedenen Einrichtungen verschreiben die Art und Dauer der Anwendung je nach Krankheitsbild. Das Heilwasser sollte jedoch nicht ohne ärztlichen Rat und auch nicht dauerhaft angewendet werden.

Die bekannteste und heißeste Quelle befindet sich in der Weißen Kolonnade. Sie wird Sprudel (Vřídlo) genannt. Das 72 °C heiße Mineralwasser schießt imposante 14 Meter in die Höhe. Gäste können im nahegelegenen Kurhotel Tosca eine Kur buchen.

In der Gartenkolonnade findet der Kurgast die Quelle Hadi. Sie ist 30 °C warm und enthält weniger Mineralien und mehr Kohlenstoffdioxid als andere Mineralwässer. Die Quellen Sadový und Freiheit liegen in unmittelbarer Nähe.

Direkt gegenüber der Gartenkolonnade befindet sich das 4-Sterne-Hotel Kolonáda, dass seinen Gästen einen entspannten Aufenthalt in luxuriöser Umgebung verspricht. Auch das relativ junge Hotel Bristol befindet sich in der Nähe, direkt neben dem Englischen Park. Eine ärztliche Begleitung der gesamten Kur und auf den Patienten abgestimmte Behandlungen versprechen Linderung und Genesung in beiden Einrichtungen. Auch das 4-Sterne-Hotel Ulrika mit seinem modernen Spa- und Wellness-Bereich empfängt nahe der Gartenkolonnade seine Gäste.

Die 132 Meter lange Mühlenkolonnade beherbergt fünf Mineralquellen und viele sehenswerte Statuen. Sie wird auch für Konzerte genutzt. Das 65 °C warme Wasser der Quelle Kníže Václav I wird unter anderem zur Herstellung des Karlsbader Heilsalzes genutzt.
Ganz in der Nähe der Mühlenkolonnade befindet sich das 3-Sterne-Kurhotel Sadový Pramen. Auch hier wird die Kur von erfahrenen Ärzten begleitet.
Im Stadtviertel Westend befindet sich das Kurhotel Chopin, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Durch seine sehr ruhige, von viel Grün umgebene Lage, ist in „Villa Chopin“ der Erholungseffekt garantiert.

Weitere Quellen findet der Besucher in der Marktkolonnade, in der Sprudelkolonnade sowie in der Schlosskolonnade.

Nach einem entspannten Aufenthalt kann der Urlauber populäre Karlsbader Produkte mit nach Hause nehmen: den weltberühmten Likör Becherovka, Andenken aus der Glashütte Moser, Thun-Porzellan und nicht zuletzt die leckeren Karlsbader Oblaten.

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